Dienstag, 1. Juli 2014

Das Material Fixativ



Das Künstler-Fixativ-Spray

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht alle meine Blätter - Fliesen - Kachel mit einem Fixativ zu besprühen, so kann nichts mehr verschmieren und die Aquarellfarben sind geschützt.

Manchmal scanne ich ein Tangle ein und drucke es zur weiteren Bearbeitung auf Zeichenpapier aus. Da ich nur einen Tintenstrahldrucker habe, besprühe ich die Ausdrucke mit Fixativ und nach kurzer Trocknung sind sie fast wasserfest.

Was ist Fixativ?

Das Fixativ ist eine Lösung, die dazu verwendet wird, Farben vor Veränderung, Beschädigung und vor dem Ablösen vom Bildträger zu bewahren.
Fixative enthalten Alkohol als schnell verdunstendes Lösungsmittel und eine Kombination aus verschiedenen Harzen (z. B. Dammarharze, Polyvinylacetatharz) und Schellack. Die zu schützende Oberfläche wird damit eingesprüht. Es bildet sich optimaler weise ein nicht sichtbarer Schutzfilm, der die Oberfläche - die Farbe - vor Umwelteinflüssen schützt. Fixative kann man in Sprühdosen kaufen.

Wie benützt man Fixativ? 

Fixativ benutzt man im Grunde wie Haarspray. 
In gut belüfteten Räumen oder im Freien, zum Beispiel am Balkon oder auf der Terrasse. Vor allem empfindliche Lungen und Nasen können unter dem Spray schnell leiden. 
Ich empfehle die Umgebung des zu fixierenden Bildes großzügig abzudecken um sie nicht ungewollt mit zu besprühen. 
Das Bild muss trocken - die Farben mussen getrocknet sein - und sauber sein.
Das Fixativ vor Gebrauch umbedingt kräftig schütteln und bei Zimmertemperatur aus ausreichendem Abstand kreuzweise oder kreisend auf das Bild sprühen. Auf den Spraydosen steht meistens etwas von 20-40 cm, die sollte man auch auf jeden Fall einhalten. So gelangt das Fixativ schön gleichmäßig auf das Bild und es können keine durch zu viel Flüssigkeit verursachten Wellen oder Flecken entstehen. 
Wen nötig können mehrere Lagen gesprüht werden, natürlich mit Trocknungszeiten dazwischen.
Übrigens kann man in argen Notfällen tatsächlich Haarspray nehmen, allerdings vergilben einige Marken mit der Zeit, sodass es okay ist, seine Studien so vor dem Verschmieren zu bewahren, sich aber für die eigenen Meisterleistungen eher eine Dose Fixativ zu leisten.

Welches Fixativ?

Fixative gibt es wie Sand am Meer, da stellt sich die Frage:
Welches Fixativ-Spray ist das richtige?
Für die Verschiedenen Techniken: Bleistift, Kohle, Rötel, Pastell, Aquarell, Tempera, Guache, Tusche, Tinte aber vor allem für Acryl und Öl gibt es verschieden Fixative. 

Universal-Fixativ

Dieses Fixativ ist perfekt, wenn du nicht strickt bei einem Medium bleiben willst, sondern zwischen verschiedenen wechseln möchtest.
Das Universal Fixativ-Spray hält die Pigmente in jedem Fall zuverlässig fest und schützt das Werk vor dem vergilben. 

Beim Kauf zu beachten: 

Bitte lies auf der Spraydose genau wofür das Fixativ geeignet ist. 
Der Zweck für den du es brauchen sollte aufgelistet sein.
Der Text könnte in etwa lauten: 
Universell einsetzbares, nicht gilbendes, alterungsbeständiges und farbloses Fixativ auf Alkoholbasis. Schnell trocknend. Für verschiedene Mal- und Zeichentechniken – ideales Zwischenfixativ übermalbar. Schlußfixativ für Kohle, Bleistift, Pastell, Aquarell, Gouache, Kunstdruck, Ink-Jet-Ausdrucke, Fotos,...
Und du solltest darauf achten, dass das Fixativ einen feinen Zerstäuber hat.

Achtung:
Fixative oder Firnisse für Acryl oder Öl sind für andere Techniken  nicht unbedingt geeignet.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen